Mai 2019

Tag 316 | 02.05.2019

Auf dem Maikäfertreffen findet man fast alles. Ich habe jetzt drei Blinkrelais, allerdings habe ich bei einem gepennt. Das ist für sechs Volt. Die beiden anderen funktionieren aber und die Blinkanlage funktioniert wieder. Da ich heute einen Helfer in Gestalt meines Neffen habe, prüfe ich nochmals alle Lampen. Bei den Rückleuchten hatte ich die Massekabel vergessen, die rüste ich geschwind nach. Die Tarnscheinwerfer bekommen auch keine Masse. Bevor ich da an der Stoßstange rumschleife, ziehe ich lieber auch noch Massekabel in den Kofferraum.

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Tag 317 | 03.05.2019

Die passenden 2 Watt-Lampen für die Tarnschlußleuchten sind gekauft und eingebaut. Das ist deutlich besser. Mehr ist heute aber auch nicht passiert.

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Tag 318 | 04.05.2019

Noch etwas habe ich auf dem MKT gekauft: Gute gebrauchte Spatenhalter. Allerdings sind nur die Gummis gut, die Halter sind wirklich räudig. Darum baue ich die Gummis in die vorhandenen Halter ein. Jetzt kann ich Beil und Spaten festzurren. Einen der Halter für den Spaten muß ich allerdings um 180° umdrehen, weil sonst der Deckel meiner "Backskiste" nicht mehr aufgeht. Danach habe ich endlich mal angefangen aufzuräumen. Man konnte schon nicht mehr treten und fand kein Werkzeug mehr wieder.

Allerdings hat die Zeit nur für eine Hälfte der Werkstatt gereicht, denn heute ist Militärfahrzeugtreffen im Straßenbahnmuseum in Wehmingen. Ich fahre mit meinem Neffen hin.

Nette Geschichte: Als wir im StraBa-Museum ankommen, höre ich jemanden meinen Namen rufen. Es ist Oliver aus dem Militärfahrzeugforum, ich habe ihn gar nicht gesehen, denn er ist reservistenverbandmäßig zum Dienst verdonnert und steht in Flecktarn vor dem Wald. Nach der Begrüßung bietet er mir an, mit seinem Kübel über das Gelände zu fahren, was ich verdutzt annehme. ALso lade ich meinen Neffen in den Kübel und die Rundreise beginnt. An der Geländestrecke angekommen (O-Ton Oliver: "Mußt Du ein bißchen aufpassen, wo Du reinfährst, das ist eine Einbahnstraße!") scheue ich ein wenig. Das Auto gehört ja nicht mir, ich bin noch nie Gelände gefahren und gleich am Eingang ist eine riesige, schlammige Pfütze mit anschließender Steigung, die bestimmt 50-70% hat... Aber mein Neffe ist Feuer und Flamme und ich lasse mich natürlich darauf ein. Ich will es kurz machen: Wir sind durchgekommen und das Auto ist heile. Aber mein Adrenalinspiegel war leicht erhöht, darum mußte ich den zweiten Durchgang, den Mathis einforderte, auch ablehnen. Spaßig war es trotzdem. Danke an Oliver doppeldaumen, der scheinbar überhaupt keine Angst um seinen Kübel hat. Nichts auf der Welt hätte mich dazu gebracht, mein Auto für sowas zu verleihen.

Ansonsten gab es viele (und GROSSE) Fahrzeuge zu begucken, die Teilnehmer habe teilweise echt realistisch aussehende Camps aufgebaut und ich habe einen Klappspaten und ein Bund billige Rödelriemen gekauft.

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Tag 319 | 05.05.2019

Zuerst räume ich den Rest der Werkstatt auf. Das hat den Vormittag gedauert, war aber allerhöchste Eisenbahn. Die Markierungen am Auto wollte ich ja eigentlich ganz zum Schluß machen, aber nach der Aufräumerei fand ich, ich hätte eine Belohnung verdient freu!. Links hatte ich die Reifendruckmarkierungen schon aufgemalt, jetzt die Rechten. Dann sinniere ich noch ein wenig über Position und Farbe der Rabenköpfe. Schließlich macht gelb das Rennen, sie kommen auf die A-Säulen. Zum krönenden Abschluß male ich die Versorgungsnummer wieder auf den Schloßträger. Jetzt ist es wieder ein richtiger Kübel.

Dann wende ich mich den massebedürftigen hinteren Zusatzscheinwerfern zu. Leider kann man nirgends Massekabel anschließen. Also spanne ich eine Drahtbürste in die Bohrmaschine und bürste an der schönen pulverbeschichteten Stoßstange rum. Als die Masseverbindung steht, pinsele ich die Verschraubungen mit Speziellem, sehr zähen Wachs ein. Hoffentlich reicht das. Den Tarnscheinwerfern fehlen noch Bougierrohre, jetzt wo sie eigene Masseleitungen haben. Es findet sich noch ein Stück von einem abgemantelten Gummikabel. Das funktioniert erstklassig und ist flexibel und zäh. Vielleicht entwickelt sich das zu einer Art Standard, denn die PVC-Rohre knicken in engen Radien schnell ein und sehen dann einfach kacke aus.

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Tag 320 | 06.05.2019

Heute habe ich nachgeholt, was mir schon vor längerem dringend empfohlen wurde. Ich habe das Abschaltrelais für die Blinkanlage nachgerüstet. Einfältig, wie ich bin, dachte ich es reicht Klemme 15 vom Warnblinkschalter an eine richtige Klemme 15 anzuschließen. Aber dann funktionierte die gesamte Blinkanlage nicht mehr, Warnblinker eingeschlossen. Ich versuche erst gar nicht es zu verstehen und schließe ein Relais nach Stromlaufplan an. Das funktioniert. Mehr mache ich nicht, es wollen noch vierzehn Tage Tagebuch nachgereicht werden, die lest ihr gerade smile!.

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Tag 321 | 10.05.2019

Morgen wird die Bremse befüllt. Heute habe ich Unterlegscheiben unter die Kupplungsseilführung gelegt, die Durchbiegung war etwas zu gering. Vom Gleitblech an der Vorderachse muß ich schweren Herzens 2 cm abschneiden. Durch den nicht richtig behobenen Unfallschaden sitzt das Blech zu weit hinten und kommt dem Stabi ins Gehege. Das fällt zwar nicht auf, aber mir wäre trotzdem beinahe der Kopf geplatzt. Irgendwann holt einen der Pfusch halt ein, Glück gehabt daß dies hier die einzige Konsequenz war.

Außerdem sind die Kabelrohre für die Lampentöpfe angekommen. Ich weiß nicht, ob so etwas wirklich jemals in die Kübelwagen eingebaut war. Bei mir waren jedenfalls nur Kabeldurchführungen eingebaut und die Kabel selber waren in einem Bougierrohr. Auch bei Wagenteile ist man der Ansicht, daß dies immer so war. Aber die Rohre sind natürlich viel ansehnlicher und die Bougierrohre kaputt, darum habe ich sie gekauft. Kann auch durchaus sein daß sie irgendwann mal original waren. Sie sind nämlich gerade so lang, daß sie anfangen abzuknicken und so auf Zug im Loch sitzen daß man denkt sie würden gleich wieder rausrutschen. Immer so, daß es am allerschlechtesten geht, das ist VW. Kann man sich gleich einen Porsche kaufen, der Geist von Ferdinand Porsche weht durch all diese Konstruktionen kopfsenk!.

Und ich mußte die abgewinkelten Stecker für die H4 Lampe abschneiden. Die kann ich natürlich nicht wieder aufcrimpen, da bräuchte ich dann eine Zange für 250 Euro, und darf jetzt auch noch löten. Also war heute dann einer der wenigen Tage, an denen ich wütend aufgegeben habe. Eigentlich wollte ich noch einen zusätzlichen Filter in die Benzinleitung zwischen Tunnel und Motor bauen. Aber das mache ich lieber morgen.

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Tag 322 | 11.05.2019

Zur Begrüßung und um die Stimmung zu heben, kommt mir beim Ausbau des Scheinwerfers die Streuscheibe entgegen. Also muß die auch noch geklebt werden. Das Rohr läßt sich gut einbauen, denn rechts kann man den Kabelbaum nach innen ziehen und im Stehen arbeiten, wie ein zivilisierter Mitteleuropäer. Anschließend löte ich die abgewinkelten Kabelschuhe an. Die Masseleitung ist so kurz daß ich sie abschneide, einen Flachstecker draufcrimpe und einen Verteiler dazwischen mache. Weil ich mir ziemlich sicher bin daß ich nicht alles Strahlgut aus dem Benzinrohr im Rahmen bekommen habe, baue ich im Heck einen Benzinfilter vor das Kraftstoffrohr im Motorraum.

Dann erscheint Tim, und wir fangen mit der Bremse an. Zuerst den Wagen aufbocken und die Räder abnehmen, dann befüllen. Dafür haben wir ein kleines Gerät das über den Reifenluftdruck Bremsflü nachpumpt. Dann braucht man nicht die ganze Zeit zu treten und schont den Haupbremszylinder (ist bei einem Neuen, wie in diesem Fall aber eigentlich egal). Das Gerät pumpt auch fleißig in die Bremse, Tim ist am Entlüfternippel tätig und ich überwache den kleinen Behälter, damit man sich nicht wieder Luft in die Bremse pumpt, wenn er alle ist. Leider schalte ich nicht schnell genug, und als ich schnell mal gucke, was das für ein komisches Geräusch aus dem Innenraum ist, läuft die Bremsflüssigkeit schon in Strömen über die Vorderwand in die Fußräume. Panisch hüpfe ich wieder zum Kofferraum um das Gerät abzuklemmen und komme gerade rechtzeitig, um zuzusehen, wie der Deckel sich absprengt und den kompletten Kofferraum in Bremsflüssigkeit tunkt huch!mimimi!buhuhu!. Niemandens Schuld, das Gerät ist erprobt, höchstens habe ich den Verschluß nicht richtig draufgedreht. Tim ist während meiner anschließenden Schimpfkanonade wirklich sehr rücksichtsvoll und sagt einfach gar nichts, während er den Kofferraum blitzblank wischt. Ich nehme währenddessen den Innenraum auseinander und wische dort. Danke, Tim. Ich weiß nicht mehr genau, was ich alles geflucht habe, aber im Zweifel habe ich es nicht so gemeint. Zwei Stunden später sind wir dann so weit wie am Anfang und entlüften das System mit der Hand.

Als das erledigt ist, stellt Tim die Bremse ein, während ich wie ein Sack Mehl danebenstehe. Weil erst am Ende auffällt daß die Muttern der Handbremsseile schon halb auf die Gewindestangen gedreht waren, muß er auch alles zweimal machen, tschuldigung... Dann nieten wir die Klammern für die Radkappen an - das geht zu zweit auch besser als alleine - und schrauben die Räder an. Dann kommt der Tank an die Reihe, das geht durch wiederholte Übung aber schnell. Die letzten nicht gelb verzinkten Schellen tausche ich noch aus. und jetzt kann Benzin in den Tank und der erste Probelauf im eingebauten Zustand losgehen.

Nachdem der Motor schon kurz gezuckt hat, zucke ich auch, und zwar zusammen. Denn mir fällt ein daß ja noch gar kein Masseband am Getriebe ist. Dafür hat der Anlasser aber sehr schnell gedreht ("Hat sich wahrscheinlich die Masse über den Gaszug geholt.", Tim Berger lach!). Und ein Masseband habe ich auch nicht. Also wird mit einem Starthilfekabel Masse gelegt und Versuch 2 gestartet. Der Motor springt zwar an, aber läuft wie ein Bund Wurzeln. Im Gegensatz zu vorher, da lief er wie ein Traum. Man sieht auch den schwarzen Rauch und er stinkt nach Sprit, wie die Hölle. Noch während am Vergaser gedreht wird, stirbt er unwiederbringlich ab und man hört ein verdächtiges Plätschern aus dem Saugrohr. Heute war der Tag, den sich das Ventil in der Schwimmerkammer ausgesucht hat, hängenzubleiben. Bis der Vergaser raus ist, ist das Saugrohr bis oben vollgelaufen, so stelle ich mir das zumindest vor. Also Vergaser aufmachen und ein anderes Ventil rein, Kerzen raus und den Sprit aus dem Motor pumpen. Mit dem neuen Ventil läuft der Motor dann auch sofort wieder wie ein Traum. Das war ja jetzt mal erfreulich.

Also bleibt nur noch die letzte Sache, die an mir nagt: Funktioniert die Standheizung noch? Oder habe ich sie getötet, weil ich mir meine Gelüste nach anderer Farbe nicht verkneifen konnte? Die Heizung pumpt und pumpt. Wann schaltet sie sich nochmal ab? Oder war das nur, wenn Feuer an ist? In Sachen "Verständnis der Funktion" ist noch Luft nach oben. Ich schalte sie ab und gucke mal, ob schon Benzin im Filter ist. Kann sein, kann nicht sein. Sehen kann man es auf jeden Fall nicht so gut. Also einfach weiter laufen lassen. Als ich schon die Hand ausstrecke, um den Deckel von der Technik zu nehmen, ändert die Pumpe auf einmal das Laufgeräusch. Da ist jetzt wohl der Sprit angekommen. Kurz darauf hört man auch wie die Flammen loslodern und die Heizung fängt an einzuheizen wie ein Heißluftfön. Als ich schon befürchte, sie würde den Lack vom Tunnel beizen, schaltet sie sich auch automatisch ab. Ein schaltet sie sich auch wieder von alleine, die Regelung funktioniert. Der Nachlauf macht auch brav, was er soll, ich bin beruhigt und erfreut.

Ich war ja schon bereit, einfach Kennzeichen an das Auto zu klemmen und eine kleine, illegale Rundfahrt durch den samstäglichen Ort zu machen. Weil das Masseband und der Scheinwerfer fehlt, sehe ich aber davon ab. Ist vielleicht besser so streber. Aber eine kleine Schleife die Straße runter bis zur Kurve mache ich doch, damit man mal ausprobieren kann, ob sich alle Gänge schalten lassen. Alles gut, und Tim dreht auch noch eine kleine Schleife. Jetzt funktioniert alles (Außer der Rückfahrscheinwerfer). Feierabend. Danke an Tim, es hat wieder 10 Stunden seines Wochenendes gekostet.

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Tag 323 | 12.05.2019

Ich beseitige das Chaos von gestern und dann rühre ich Kleber für den Scheinwerfer an. Während der trocknet, hüpfe ich in die Grube und überbrücke den Schalter für den Rückfahrscheinwerfer. Der geht dann natürlich, also brauche ich noch einen neuen Schalter. Dann fällt mein Blick auf den Getriebehalter. Ähhh, da sind noch blau verzinkte Muttern dran. Die Kobolde in meinem Kopf schicken mich nach gelben Muttern und ich tausche sie aus. Dabei fällt mir dann mal auf, daß das Getriebe noch gar nicht mit dem Lager verschraubt ist. Gut daß ich das noch gesehen habe. Ansonsten wäre es mir wahrscheinlich aufgefallen, wenn ich das Getriebe am Kupplungszug hinter dem Auto hergeschleift hätte. Leider kommen an die Stelle flache M 10 Muttern mit Schlüsselweite 15. Das erklärt auch, warum da noch keine Muttern drauf waren. Wollte ich bestimmt mal kaufen pfeif!. Eine normale Mutter kriegt man ums Verrecken nicht aufgeschraubt, zumindest nicht festgezogen.

Dann kommt Julian vorbei, weil wir einen abgerissenen Stehblozen aus seinem Zylinderkopf entfernen wollen. Mit Mutter aufschweißen ist leider nichts mehr zu wollen, deshalb bohre ich den Bolzen aus. Das Ergebnis: Note 3-, würde ich sagen. Wird funktionieren, aber schön ist anders. Nachmittags reicht der Elan nur noch aus, um das Reserverad zu putzen und alle Zubehörteile in den Kofferraum zu stopfen. Und die Sonnenblenden nebst Spiegel sind geputzt und eingebaut. Der Igel hat sich immer noch nicht angefunden...

P.S: Der Benzinfilter war übrigens eine gute Idee Ja!. Es ist schon ein schwarzer Bodensatz aus Korund drin.

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Tag 324 | 14.05.2019

Endlich konnte ich die bestellten Türdichtungen abholen. Ich bin sehr angetan von ihnen. Niemals hätte ich gedacht daß man tatsächlich dem Original entsprechende Repros bekommt. Form, Farbe, Material - alles wie ab Werk Schwärm! . Ich klebe sie mit Profilgummikleber ein und schließe die Türen bis morgen. Die neuen Schrauben für die Türgriffe waren auch in dem Karton, ich tausche sie aus. Die Unterlage für den rechten Spiegel ist auch da und der Spiegel festgezogen. Weiterhin habe ich 2 Schrauben für die Heckleuchten und eine für den Lenkstockschalter gekriegt die auch eingebaut werden. Flache M 10 Muttern mit Schlüsselweite 15 habe ich nun auch, damit kann das Getriebe endlich festgeschraubt werden. Wie auch der Motor, da hat ja noch eine Schraube gefehlt. Wenn man schon in der Grube steht kann man auch gleich die Vorderachsabstützungen festziehen, die waren auch noch lose. Zuletzt schraube ich noch die Blindstopfen in die Gurtgewinde, dann ist alles verbaut für heute.

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Tag 325 | 15.05.2019

Und wieder ist ein Paket angekommen. Darin sind sechs Radschrauben, die haben noch gefehlt. Ich schraube sie ein, knacke sie ab und dann können die Radkappen drauf. Bei einer ist übrigens schon eine Klammer abgebrochen, das ging ja schnell. Die Kappen sitzen aber auch fest, die schnappen ein wie ein Fangeisen. Das Massekabel ist dagegen nicht so toll. Naiverweise dachte ich, wenn man bei einem spezialisierten Händler kauft, bekäme man etwas gut passendes. Naja, falsch gedacht. Es lässt sich zwar einbauen und wird funktionieren, aber mehr auch nicht. Zudem mußte ich mühsam die überflüssige Gummischicht vom Getriebelager kratzen. Repro...

Fehlt nur noch der Schalter für den Rückfahrscheinwerfer. Schon als ich ihn auspacke, schwant mir übles. Der Sechskant ist mindestens dreimal so lang wie beim Original. Und richtig, die Kabel lassen sich nicht aufstecken, zu wenig Platz. Die Abbildung im Shop zeigt natürlich den richtigen Schalter. In jedem Paket von CSP ist ein unbrauchbares Teil, erst die Haubenpuffer jetzt das, langsam geht es mir über die Hutschnur. Also habe ich eine Anfrage gestellt, mal sehen, was sie dazu zu sagen haben. Man muß aber auch sagen, daß der Schalter wirklich gut ist (HELLA). Wäre er nicht zu lang, wäre er genau das Mittel der Wahl. Um den Ärger zu vertreiben, habe ich nochmals geguckt, ob sich der Frontscheibenrahmen so einstellen läßt, daß er zu den Steckfenstern passt. Das hat funktioniert. Rechts besser als links, aber so gut daß ich es ertragen kann.

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Tag 326 | 17.05.2019

An drei Rädern ist jeweils schon eine Klammer der Radkappen abgebrochen. Die saßen dann wohl zu stramm. Ich hatte noch eine andere Sorte Klammern, die sind etwas kleiner. Nächstes Mal lasse ich die verzinken. Das hält aber auch mit vier Klammern, darum bleibt es so. Ich habe noch mehr Teile und Pakete bekommen. Als da wären: Eine andere Dichtung für den Windlauf. Die jetzige ist viel zu dick, der Scheibenrahmen läßt sich nur schwer verriegeln und biegt sich auch leicht durch. Mit der Neuen geht das ganz leicht (trotzdem wird es dicht sein) und man muß das Klemmprofil im Bereich der Scheibenverschlüsse nicht ausklinken. Der Brasil-Schalter für den Rückfahrscheinwerfer mutet zwar etwas klapprig an, aber passt und funktioniert. Vier Euro das Stück haben mich die Endkappen der Kantenschutzprofile auf den Türen gekostet. Aber: Es sieht viel besser aus, das hat sich gelohnt . Ich mußte die Kantenschütze (schreibt man den Plural wirklich so?) etwas anspitzen, dann gingen die Kappen stramm drauf und mußten nicht mal festgeklebt werden. Hübsch!

Und nach zweieinhalb Jahren kann das Verdeck wieder ausgepackt werden. Es hat, schön in Folie und Karton verpackt, unter dem Bett auf seinen Einsatz gewartet. Kann ja nichts schiefgehen, oder? Leider hat das Dach (einen halben Tag habe ich es damals in der Sonne getrocknet, daran lag es nicht) Stockflecken. Und zwar überall, wo die Plastikfolie nicht ausgereicht hat, also die Pappe direkt auf dem bezug lag. Das hätte ich nicht erwartet, man lernt nie aus . Im Schlafzimmer ist wahrscheinlich auch immer relativ hohe Luftfeuchtigkeit, aber ich hatte keinen anderen dauerhaft sicheren Ort für das Dach. Naja, das kann man mit Essigwasser beheben, es hilft ja nichts.

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Tag 327 | 18.05.2019

Weil es heute Morgen noch etwas kalt war, habe ich frühs erstmal den passenden Rückfahrscheinwerferschalter eingebaut (funktioniert). Und einen Prototypen als Ersatz für die kleinen Federstahlzungen gebaut (sind mom. nicht auffindbar). Der funktioniert auch, obwohl es nur Edel-, kein Federstahl ist. Danach kann ich mir dann Ordentliche bauen und einnieten, anschließend finde ich die Alten wahrscheinlich wieder.

Dann mußte ich ein Meisenküken retten, das sich mit seinem Bein im Nistmaterial vom Nistkasten verheddert hatte und kopfüber aus dem Loch baumelte . Außerdem war es auf dem besten Weg sich das Bein auszureißen, da mußte ich helfen. Tiere wissen ja nicht um Deine guten Absichten und sind kein bisschen kooperativ, darum hat die ganze Aktion bis zum Mittag gedauert. Erst mußte ich das Tier vom Nest losschneiden (Da lagen schon alle Nerven blank. Ich habe immer schiß so ein kleines Ding zu zerquetschen), anschließend mußte die Wolle aus Kunststoff, so sah das jedenfalls aus, von Bein und Kralle entfernt werden. Das haben zum Glück meine Mutter und mein just in dem Moment eintreffender Neffe erledigt. Mir zitterten die Hände zu sehr. Dann war der Vogel erstmal in einem Karton versorgt, damit er sich etwas beruhigen konnte. Während ich versucht habe am Sonnabend einen Tierarzt an das Telefon zu bekommen, der einem mal einen Tip zur weiteren Vorgehensweise gibt, hatte das Küken es irgendwie aus dem Karton geschafft und war natürlich in die hinterste Ecke hinter dem höchsten Küchenschrank geflattert. Also mußte ich auch noch die Sockelleiste in der halben Küche ausbauen und die Meise hinter dem Schrank vorpuhlen. Weil meine Arme aber zu dick waren, habe ich das Ding nicht erreicht. Mein Neffe hat schlanke Arme, aber die waren zu kurz... Er hat den Vogel dann mit einem Salatbesteck vorgeholt, anschließend haben wir ihn freigelassen. Hoffentlich war die ganze Aufregung nicht im wahrsten Sinne des Wortes für die Katz. Aber das Küken flötete schon relativ schnell aus dem Kischbaum nach seinen Eltern. Hoffen wir das Beste.

Und ich brauchte ja eigentlich noch Hohlniete für die Verdeckgurte (gestern vergessen), aber nach der Vogelsache war mein Nervenkostüm nicht mehr stabil genug um Stundenlang mit diesen Blumenerdekäufern an der Kasse im Baumarkt anzustehen , um ein Päckchen Hohlniete zu kaufen. Darum habe ich die Gurte erstmal geschraubt. Danach habe ich den Bezug auf das Auto geworfen und den Nachmittag damit zugebracht mit der Vernietung zu kämpfen. Wenn man die alten Löcher treffen muß, dauert das manchmal länger als mit einem neuen Bezug. So richtig toll sitzt der auch noch nicht, vielleicht hätte ich es nach der Meisensituation besser lassen sollen. Den Rest mache ich morgen.

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Tag 328 | 19.05.2019

Gut, es behagt mir nicht wie das Verdeck sitzt. Also beiße ich in den sauren Apfel und bohre alle Niete wieder aus. Dann fertige ich mir eine neue Schiene an, es habe sowieso die seitlich um die Ecke gehenden Teile gefehlt ist mir dann mal aufgegangen. Jetzt brauche ich also noch mehr Niete, dann kann es weitergehen. Also ist es mal an der Zeit, etwas Idiotensicheres zu machen. Ich baue die NOS-Motorraumdichtung ein. Was sieht das edel aus, ich bin erfreut .

Und dann baue ich mir die Haltefedern für die Türfeststeller, sonst schlage ich mir am Ende doch noch eine der Fangbandlosen Türen kaputt. Ich finde sogar noch acht genau passende Popnieten (Stahl/Stahl, gelbverzinkt), Glück gehabt. Also niete ich die Federn mit viel Wachs ein und endlich kann man die Türen wieder normal aufmachen. Der gerade verschweißte Halter in der A-Säule hat sich übrigend schon wieder gelöst. Ab ist er noch nicht, aber auf dem Besten Wege. Das hat ja gut geklappt, nieten wäre doch besser gewesen. Aber dann passt er wenigstens zum Rechten, der wackelt nämlich auch, das hatte ich übersehen...

Zwei neue Gummistrippen für die Bügel, auf denen die Rücksitzlehnen zu liegen kommen wenn man sie umklappt, baue ich auch noch ein. Dafür muß man allerdings die Batterie ausbauen, sonst kommt man nicht an die Blechschraube ran. Die neue Form der Gummiknubbel an den Strippen gefällt mir auch nicht sonderlich. Vorsichtshalber hebe ich die Originalen auf. Weil ja nun fast alles fertig ist, kann man ja schon ein bisschen Deko einbauen. Darum habe ich mir aus einem Rest Edelstahlblech einen Halter für die Blumenvase gebaut. Es wirkt sehr wohnlich .

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Tarnscheinwerfer

Tag 316: Die Schleichfahrt kann beginnen...

Tarnschlußleuchten

Tag 317: Mit den korrekten 2-Watt-Lampen sind die Schlußleuchten sehr unauffällig.

Munin

Tag 319: Meine persönlichen Markierungen sind nun in gelber Farbe ausgeführt. Gestatten: Munin.

Versorgungsnummer

Tag 319: Jetzt ist er komplett: Die Versorgungsnummer ist wieder aufgemalt.

Abschaltrelais

Tag 320: Das Abschaltrelais für die Blinkanlage (rechts, gelb) ist eingebaut. Es wird immer voller hinter den Klappen. Ich würde gerne mal in einen original verkabelten Kübel gucken, wie das gemacht war...

Tag 321: Die Kabel sind in den neuen Rohren.

aufgebockt

Tag 322: Das letzte Bild vor der Brems­flüssig­keits­situ­ation...

Schaltung einstellen

Tag 322: Die Schaltung wird akribisch eingestellt.

füllrohr

Tag 322: Alle Schellen am Einfüllstutzen sind nun auch neu.

getriebelager

Tag 323: Vielleicht sollte man das Getriebe nun endlich mal festschrauben...

Türdichtung

Tag 324: Die neuen Türdichtungen sind Superoberspitzenklasse. Daß es das noch gibt.

Radkappenklammer abgebrochen

Tag 324/326: An drei Rädern ist schon eine Klammer abgebrochen. Vielleicht hätte ich die kleineren Klammern nehmen sollen.

Endkappen Türkeder

Tag 326: Die Keder müsssen etwas angespitzt werden, dann passen die Kappen.

Endkappen Türkeder

Tag 326: Mit den Endkappen sehen die Keder viel besser aus.

Stockflecken am Verdeck

Tag 326: Man sieht, wo keine Plastikfolie war. Aber die Stockflecken lassen sich gut mit Essigwasser entfernen.

Dachgurt

Tag 327: Mangels passender Niete schraube ich die Gurte vorerst zusammen.

Verdeck aufgelegt

Tag 327: Nach 29 Jahren passen die Farben von Auto und Dach wieder zusammen.

Verdeck halb fertig

Tag 327: Sieht schon sehr schmuck aus.

Türfangbänder

Tag 328: Weil ich sie nicht mehr wiederfinde, habe ich die Federn für die Fangbänder erstmal repliziert.

Türfangbänder

Tag 328: Sieht aus wie ein Provisorium, das lange halten wird.

Blumenvase

Tag 328: Ein wenig grün macht den Innenraum wohnlich.

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