Januar 2019

01.01.2019

Frohes neues Jahr, euch allen! Ich wünsche allen Kübelfahrern nur Freude mit ihren kantigen Herzensbrechern und viele Unfall- und Pannenfreie Kilometer (Den anderen natürlich auch grins! ).

Kübel Autobahn

Und dieses Jahr ist ja das große Jubiläumsjahr. 50 Jahre sind vergangen, seit der VW 181 das Licht der Welt erblickte. Deshalb putzt die Kübel raus und sorgt dafür, daß die Gemeinde der Liebhaber größer und größer wird. Vielleicht gibt es dann ja auch mal brauchbare Schweller zu kaufen Yea! . Außerdem ist am 1. August ja das große Jubiläumstreffen.

Der Kübel wird 50(ext)

Ich hoffe, bis dahin bin ich fertig. Dann sehen wir uns dort!

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Tag 248 | 02.01.2019

Neujahr ist vorbei, dann kann es ja weitergehen. Als erstes habe ich den linken Kotflügel abgenommen und den Flansch etwas beschnitten. Jetzt drängelt nichts mehr am Schweißflansch des Radkastens. Und probeweise habe ich den Keder auch links montiert. Sitzt schon ganz gut, Feinheiten können dann bei der endgültigen Montage noch eingestellt werden. Da die Stoßstange jetzt eh' wieder ab war, konnte ich mich gleich um ihre Begradigung kümmern. Erst wollte ich ja den Autogenbrenner auspacken und damit die verbogenen Enden geradeziehen. Aber dann fand ich doch, es würde schneller gehen an den passenden Stellen den Ober- und Untergurt aufzuschneiden, alles geradezubiegen und den Schnitt wieder zuzuschweißen. Das hat gut geklappt Daumen hoch! . Wie Neu sieht die Stoßstange zwar immer noch nicht aus, aber es reicht für alle Tage. Um ein bischen Spielraum zum Einstellen zu haben, habe ich die Schraublöcher noch etwas länger gefräst, dann saß die Stoßstange. Die Astabweiser machten dann überhaupt keine Zicken, die habe ich einfach angeschraubt. Was soll da auch sein?

Der Unterfahrschutz ist allgemein etwas verformt, deshalb war die Schraube links im Stoßstangenträger etwas schlecht zu montieren. Für solch schlecht fluchtenden Löcher nehme ich gerne Kotflügelschrauben vom Mercedes 190. (W201). Die sind M6 mit gefangener Karosseriescheibe und das Gewinde ist konisch. Dadurch finden sie das Mutterngewinde wie von selbst, tolle Dinger. Allerdings sind meine Vorräte erschöpft, deshalb bin ich zu Mercedes gefahren, Nachschub holen. Leider gibt es die 201-Schrauben nicht mehr. Die waren gelbverzinkt und das ist ja bei der Autoindustrie mittlerweile nicht mehr zu haben, die bösen Chrom-6-Verbindungen sind schuld. Die Nachfolger der Schrauben sind nicht mehr so spitz, hoffentlich funktionieren sie genauso gut. Tun sie, Glück gehabt. Und sie sind jetzt schwarz verzinkt, was für den Kübel natürlich praktisch ist. Da kann ich auch darüber hinwegsehen, daß sie eine M-Klassen Teilenummer haben. Wer die mal probieren will: A 163 990 01 36 ist die MB-Teilenummer, kann ich empfehlen.

Nur an den Haltern, die an der Achse fest sind passen die Löcher nicht. Weil die Radhäuser ja ein wenig nach hinten gebogen sind war das fast klar. Aber da habe ich jetzt einfach kurzerhand neue Löcher gebohrt, die kann man einfach wieder zuschweißen, wenn der Vorderwagen mal gerade gebogen wird. Jetzt ist vorn alles fertig.

Hinten war die Anpassarbeit sogar noch einfacher. Weil ich hinten ja die Kotflügel diverse Male zum Anpassen der Reparaturbleche dranhatte konnte ich sie einfach anschrauben. Links sitzt der Keder etwas zu locker, in dem Kotflügel fehlt aber auch einiges von der Sicke zwischen den Befestigungslöchern. Ich habe leider immer noch keinen Sickenroller, also muß es erst einmal so bleiben. Die Sickenmaschine muß aber demnächst mal ins Haus, so geht das nicht weiter BUH! ! Als letztes noch die Stoßstange hinten angebaut, die passt auch einfach so. Sie biegt sich etwas durch, aber das macht nichts, da alle Schraublöcher passen.

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Tag 249 | 03.01.2019

Heute stand ganz im Zeichen von Verzinkungsvorbereitungen. Und ich war in der Scheune und habe zum wiederholten Male die Klauenschraube für die Kurbelwelle gesucht. Die ist aber wohl weg, keine Ahnung wo ich sie gelassen habe. Ich kaufe jetzt eine Neue, dann findet sie sich schon wieder an. Außerdem habe ich einen Sitz geholt, mal sehen, ob der Federkern für die Rückenlehne passt. Es sind ansonsten keine zu finden und irgendwann muß ich den Sitz mal zusammenbauen. Und eine Zündspule habe ich auch eingepackt. Vielleicht schaffe ich es dieses Mal sie zu lackieren ohne sie zu zerstören. Außerdem sind noch ein paar Kleinteile zum Pulverbeschichten gegangen. Stabi, Tankeinfüllrohr und noch was. Was, weiß ich nicht mehr. Ich lasse mich überraschen... HUA, Hua!

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Tag 250 | 04.01.2019

Morgens habe ich die Sachen zum Verzinker gebracht. Am Kübel habe ich zuerst die Schlitze in der Stoßstange zugeschweißt und verschliffen. Und ein, zwei große Dellen ausgebeult. Der Rest bleibt drin, das wirkt authentisch. Dann die Halter für die Stoßstangenecken. Es passt mir nicht, wie man die Stoßstange in Position drücken muß. Deswegen schleife ich die kleinen Winkel ab, biege mir Neue und mache die ganze Geschichte schraubbar. Innen im Kotflügel punkte ich dafür ein Verstärkungsblech ein. Und wer mich kennt, weiß was jetzt kommt: Einnietmuttern. Mancher fragt sich jetzt: "Warum ist er so dumm und nimmt offene Fragezeichen" Antwort: Hatte keine anderen. Da kommt hinten ein Klecks Dichtmasse drauf, dann funktioniert das auch. Für den linken Kotflügel mußte ich auch erst ein Repblech anfertigen und einschweißen. Das hat aber alles wie geplant funktioniert. Wenn ich die Anbauteile abbaue muß der linke Kotflügel noch fertiggeschweißt werden, aber dann sind die Anbauteile fertig zum Lack FREU! .

Es war sogar noch genug vom Tag über, um den Sitz auseinanderzunehmen. Hoffentlich ist der Federkern brauchbar. Glück gehabt, ist er. Eine Stelle ist gebrochen, ein Schweißpunkt hat sich gelöst. Aber wenn man ihn mit dem vergleicht, der im Fahrersitz ist: Wie Neu. Also schweiße ich zuerst die gebrochene Strebe wieder zusammen, danach setze ich den gelösten Punkt wieder. Aus einem der Trümmerteile des alten Rahmens schneide ich mir dann eine Verstärkung zurecht und punkte sie über die gebrochene Stelle. Das ging recht flott, der Sitz kann wieder zusammengebaut werden.

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Tag 251 | 05.01.2019

Damit man auch mal wieder die Handbremse anziehen kann, habe ich die Bremse hinten rechts wieder zusammengebaut. Bis jetzt alles dicht. Die Bremsbacken habe ich vorher zum zweiten Mal augekocht, ich hatte den Eindruck es roch noch etwas nach Getriebeöl. Und dann saß ich auf dem Gartenstuhl vor dem Auto und überlegte, was als nächstes dran wäre. Aber irgendwie brauchr ich jetzt doch den Frontscheibenrahmen, damit ich das Verdeckgestänge angehen kann. Aber da muß ich jetzt auf die verzinkten Teile warten. Bisher war es ja vollkommen egal, was man gemacht hat. Es waren tausend Sachen zu erledigen. Aber so langsam muß man sich einen Plan machen, denn ob ich es glaube oder nicht: Langsam geht es auf die Zielgerade. Natürlich steht noch ein haufen Lackarbeit an, aber dafür ist es echt zu kalt. Vorgestern habe ich in der Scheune noch einen 10-Liter-Kanister gefunden und eingepackt. Der würde super auf der hinteren Stoßstange seitlich aussehen. Leider wären dann aber die Lufteinlässe halb verdeckt, das wäre nicht gut. Geht also nicht, schade.

Darum bin ich in den Keller umgezogen und habe angefangen den Beifahrersitz zu beziehen. Das war im Kern die gleiche Arbeit wie auf der Fahrerseite. Ging auch gut von der Hand. Da der Bezug aber der Alte war, mußte ich ihn gründlich sauberschruppen. Da er sehr dreckig war, habe ich mit Kunststoffensterreiniger angefangen. Der putzt ordentlich was weg, das Bild spricht für sich. Wie die Rücksitzbank ist er aber nicht fleckenlos, dafür ist er einfach zu schlecht. Mittelfristig braucht es doch einen neuen Bezug, aber zunächst reicht es so. Abschließend hat Armor All für eine einigermaßen appetitliche Optik gesorgt. Den Verstellmechanismus einzubauen hat wieder etwas gedauert. Dabei ist mir aufgefallen, daß ich beim Fahrersitz einen Fehler gemacht habe. Deshalb fühlte es sich auch ein wenig merkwürdig an, wenn man ihn verstellte. Den habe ich also auch noch mal auseinandergenommen. Jetzt funktioniert aber alles bei beiden Sitzen wie geschmiert. Für die Rückenlehne habe ich wieder ein neues Rückteil aus Graupappe zugeschnitten und zusammen mit dem Federkern montiert. Der anschließende Versuch den Bezug auf die Lehne zu ziehen ist aber erst einmal gescheitert, es ist mir nicht gelungen es so hinzukriegen wie es mir vorschwebte. Aber dann war die Kraft in den Händen erschöpft, ich werde einen zweiten Versuch starten.

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Tag 252 | 06.01.2019

Der zweite Versuch, den Bezug auf die Lehne zu bekommen war etwas erfolgreicher. Aber Falten sind trotzdem drin, ob das am ausgehärteten Kunstleder oder dem neuen Polster liegt kann ich nicht sagen. Auch die Lehne habe ich ordentlich geschruppt aber diesmal sogar mit einem Topfschwamm. Da kam noch mehr Dreck runter, deshalb hat die Sitzfläche auch noch eine zweite Runde abbekommen. Danach habe ich beide Sitze zusammen- und eingebaut. Selbst wenn ich sie nochmals ausbauen muß weil sie mir beim Lackieren im Weg sind. Und ich habe rausgefunden, wofür die seltsamen Hutmuttern da sind, die ich das letzte Mal beim Verzinken hatte. Ich wußte nicht mehr, wo die herkamen grübel!. Die sind für die Lehnen, hat sich das auch aufgeklärt. Ich kann sie bloß nicht wiederfinden...

Dann noch die Rückenlehnen der hinteren Sitzbank eingehängt, mal gucken wie das Gesamtbild aussieht. Wenn sich noch jemand erinnert: In den Pappen waren ja so rechteckige Löcher, bei einer habe ich vergessen es auszuschneiden. Die sind für eine Erhebung im Rahmen der Lehne. Aber man kann sie auch weglassen, so hoch ist die Einprägung nicht. Hinten sitzt ohnehin so gut wie nie jemand. Wäre das der Fall, müsste man das Loch aber reinmachen, dann hält die Pappe länger. Uniform sind die Farben der verschiedenen Kunstledersorten natürlich nicht, aber das ist nicht so schlimm, wie ich finde.

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Tag 253 | 09.01.2019

Wischermotor Gestern habe ich ein Einhorn gesehen. Es hatte die Gestalt eines NOS-Wischermotors angenommen und gehört jetzt mir GRINS! . Ernsthaft: Der neue Wischermotor ist da. Er war wirklich, wirklich, wirklich teuer. Genaugenommen sogar noch teurer. Denn ich mußte nicht nur 325 Euro auf den Tisch des Hauses legen, sondern auch noch einen alten Motor im Austausch zurückgeben. Der war vom Zustand her auch noch für mindestens hundert Euro bei e-Bay gut. Aber wie sagt man so schön: Das letzte Hemd hat keine Taschen. Und jetzt ist hoffentlich erstmal für lange Zeit Ruhe in der Wischerabteilung.

Heute morgen habe ich die Teile vom Verzinken geholt. Die habe ich erst am Freitag abgegeben, das ging schnell. Eigentlich wollte ich sie erst am Wochenende mit einem Helfer durchsortieren aber ich brauchte die Schrauben für die Schließkeile. Denn ich will die Türen einbauen, damit ich die Steckfenster einhängen kann, damit ich den Frontscheibenrahmen zusammenbauen kann. Alles verstanden HÄ? ? Gut. Die Keile sind mit Senkkopfschrauben M4x8 angeschraubt. Es sind acht Stück und sie befanden sich irgendwo in dem 8-Kilo-Haufen Zinkteile. Als ich alle gefunden hatte, war fast alles sortiert. Dann konnten die Türen wieder eingebaut werden. Die Steckfenster (Ich nehme zum Anpassen die Alten) liegen seit anderthalb Jahren in der Firma und ich wollte sie heute mitnehmen. Wollte. Also komme ich frühestens morgen weiter.

Wenigstens habe ich noch ein paar von den verzinkten Teilen an den Motor gebaut. Die Schelle für die Zündspule (beinahe die Zündspule dabei runtergeworfen, es war knapp...) und die Klemme für den Verteiler. Ist nur 'ne Kleinigkeit, aber immerhin.

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Tag 254 | 11.01.2019

Es ist soweit, der Scheibenrahmen ist dran. Angefangen hat es damit, daß die Scheibe sich dermaßen im Oberteil festgesaugt hat, daß nur noch rausschneiden half Heul! . Schade um das neue Scheibengummi, wieder 80 Euro zum Teufel. Egal. Also zuerst den Rahmen zusammenbauen und an das Scharnier schrauben. Die Oberteile des Scharniers habe ich dort, wo sie später angeschweißt werden, vorübergehend mit Gripzangen fixiert. Wenn man das Dach dann schließt, passen die Winkel und Abstände zu den Steckfenstern zwar nur so halbwegs, aber man darf nicht unterschätzen wie sehr das Verdeck noch an der gesamten Konstruktion zieht. Leider kann man das Verdeck nicht mal so eben aufziehen, es wird ja vorn vernietet. Fest steht jedenfalls, daß das Gestänge noch ein wenig gerichtet werden muß. Aber das kommmt später. Jetzt kommen erst einmal die Haken zur Frontscheibenverriegelung dran. Da die Gewinde für sie nicht im billigen Scheibenrahmen vorhanden sind, muß ich sie selber bohren. Also die Haken erst trocken - mit Gripzangen - ansetzen und ausrichten. Dann die Kernlöcher bohren und Gewinde schneiden. Dann die Haken anschrauben. Der rechte Haken sitzt ganz leicht schräg, das ist jetzt nicht mehr zu ändern. Gut daß es nicht der linke ist, dann hätte ich früher oder später wahrscheinlich die Löcher zuschweißen und neue Gewinde schneiden müssen. Da hätte ich nicht dauernd draufgucken mögen verrückt! . Solche Aktionen lösen immer ein mulmiges Gefühl aus, da man im Kern nur einen Versuch hat der dann auch klappen muß. Aber die Scheibe läßt sich sehr gut verriegeln, ich bin beruhigt. Zuletzt ziehe ich die untere Dichtung ein. Damit schließt der Rahmen echt stramm, der sollte dicht sein. Als nächstes müssen die Oberteile des Scharniers verschweißt werden, dann ist der Scheibenrahmen auch fertig

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Tag 255 | 12.01.2019

Ich bin heute zum Wintertreffen in Herford mitgefahren. Ich war da noch nicht und konnte mir nicht vorstellen irgendwelche Ersatzteile aufzutreiben. Eigentlich habe ich ja auch alles. Aber schon nach fünf Minuten lag ein NOS-Saugrohr auf einem Tapetentisch... Ich war relativ schnell zum Sofortkauf bereit, bemerkte aber in letzter Sekunde daß es vom Industriemotor war. Das hat ja schonmal micht so gut funktioniert und ich hatte mir natürlich keinerlei Maße notiert. Also bin ich ohne es weitergezogen, um einen Motor oder so aufzutreiben, an dem man einen Vergleich anstellen kann. Drei Stände weiter lagen dann zwei Saugrohre im Regal, aber gebraucht. Da die Vorwärmung aber frei war habe ich davon eines gekauft Für 50 anstatt 180 Euro. Aber der anschließende Vergleich hat gezeigt: Hätte gepasst. Obwohl es seltsamerweise dieselbe Teilenummer wie das (nicht passende), was ich schon habe hat. Man weiß es nicht. Beinahe hätte ich das NOS-Rohr trotzdem noch gekauft, habe aber den Hoarder in mir zur Ordnung gerufen. So wie bei den NOS-Krümmern. Das Paar für 120 Euro. Ist vergleichsweise günstig, gekauft habe ich sie dennoch nicht. Genau wie den neuwertigen Industriemotorblock mit Aufnahme für Bustraverse. Bereue ich vielleicht noch, aber man kann nicht immer alles kaufen. Nur die Benzinpumpe für die Standheizung kam für 15 Euro ungeprüft noch mit. Wenn sie läuft ein Schnäppchen, wenn nicht bringen einen die 15 Euro auch nicht um.

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Tag 256 | 13.01.2019

Jetzt werden die Scharniere endlich angeschweißt. Dafür bohre ich die alten Schweißpunkte mit einem 6,5 mm Bohrer auf und senke die Löcher an. Genau so muß es original auch gemacht worden sein, aus der Größe der Schweißpunkte außen (ca. 10-12 mm) und innen (ca. 6,5 mm) zu schließen. Dann die Scharniere anschrauben, mit Gripzangen fixieren, den Scheibenrahmen abnehmen und alles verschweißen. Einen Punkt habe ich drei Mal wieder aufgebohrt und angesenkt bis er schön genug war. Nachdem der Rahmen wieder drin war, konnte ich das Verdeckgestänge etwas einstellen. Es sitzt nicht so schlecht, aber endgültig beurteilen kann man das wohl erst, wenn das Verdeck drauf ist. Ich habe keine Lust das Verdeck zur Probe aufzubauen und anschließend wieder abzunieten um das Gestänge zu lackieren. Besser wird das Dach davon auch nicht. Darum lackiere ich das Gestänge jetzt so wie es ist und feile im Bedarfsfall später dran rum. Dann muß man den Lack halt mit dem Pinsel ausbessern.

Weiterhin habe ich noch Lackteile gesichtet. Ich habe schon seit Ewigkeiten lackierte Türgriffe zerlegt rumliegen. Die werden jetzt anstatt der Verchromten angebaut. Aber da sie schon so lange rumliegen, baue ich sie lieber zusammen und ein, damit ich keine Überraschungen erlebe. Und siehe: Von der einen Klinke ist ein Lagernupsi abgebrochen und eine der Kappen, die auf die Rückholfedern der Türklinken drücken, ist kaputt. Ansonsten passen die Griffe aber.

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Tag 257 | 14.01.2019

Mit dem intakten Saugrohr kann ich jetzt endlich alle Teile vom Motor anpassen. Das Saugrohr passt schonmal. Dann die Zündkabel. Ich habe einen Sastz neue Kabel geschenkt bekommen, nur die Stecker und Kappen muß ich von den alten Kabeln umbauen. Vorher natürlich ein bischen reinigen. Aus den zwei Sätzen Zündkabeln, die ich habe schlachte ich vom Einen die Wasserdichten Kerzenstecker und vom Anderen die Kappen für die Verteilerkappe da sie einfach hübscher sind. Außerdem sind die Anderen abgewinkelt und mir gefallen die geraden besser. Nachdem sich im Fundus auch noch NOS-Dichtungen für die Kerzenlöcher in der Motorverblechung angefunden haben, baue ich die ein zweites Mal um. Die frisch verzinken Schellen für Vergaser und Vorwärmschlauch machen sich auch erstklassig JA! .

Das Benzinrohr am Lüfterkasten ist etwas vergammelt, aber ich schleife den Dreck mit Vlies ab und dann kann man es benutzen. Da mir die Art und Weise, wie es sich in Schlangenlinien um den Kasten windet, nicht gefällt versuche ich es ein wenig ansehnlicher hinzubiegen. Nach einer Stunde steht aber fest, daß ich es nicht besser hinkriege und obendrein ist das Rohr jetzt total verbogen. Morgen kaufe ich Messingrohr... Benzinschlauch habe ich auch noch gefunden, leider keinen Textilummantelten. Dafür hatte ich aber noch sehr schöne Schellen, das macht es wieder wett.

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Tag 258 | 15.01.2019

Mit dem Messigrohr sieht die Benzinleitung schon sehr schmuck aus. Da ich nur welches aus dem Modellbaubedarf bekommen habe, ist es sehr dünnwandig und obendrein gehärtet gewesen. Bei meinem ersten Versuch, Messingrohr auszuglühen, habe ich natürlich erstmal ein Stück abgebrannt. Obwohl es schon die kleinste Düse war, die ich für den Autogenbrenner habe. Muß man erstmal üben. Ubrigens gibt es doch textilummantelten Benzinschlauch, der modernem Kraftstoff standhält. Den habe ich jetzt, das sieht dreimal besser aus. Aber die schönen Schellen sind für den Schlauch zu groß. Darum sind jetzt erstmal Schellen mit Schneckenantrieb dran. Sieht grausam aus, aber wenn der Wagen abbrennt ist auch nichts gewonnen. Und das Saugrohr ist fast ganz abgebürstet. Brauche ich nur noch hitzeresistenten, grauen Lack.

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Tag 259 | 17.01.2019

Das Saugrohr habe ich heute mit in die Firma genommen, da konnte ich es im Warmen lackieren. Lack in der passenden Farbe scheint man kurzfristig nicht zu bekommen, deshalb habe ich es mit Zinkstaubfarbe lackiert. Sieht auch gut aus. Zuhause habe ich dann angefangen, den Motor endgültig zu montieren, mit Dichtungen und allem. Das ging flott. Nur rechts muß ich die Dichtung zwischen Saugrohr und Krümmer noch mal tauschen. Ich habe eine Dichtung mit großem Loch eingebaut, aber rein gehört eine mit kleinem Loch. Durch den Venturi-Effekt sorgt die dafür, daß die Vorwärmung stärker durchströmt wird. Wenn man ein funktionierendes Saugrohr hat, kann man auch dafür sorgen, daß die Vorwärmung perfekt funktioniert. Edith sagt: Die Wahrheit ist leider etwas profaner. Die Dichtung mit dem kleinen Loch ist einfach dafür da, die Heizleistung der Ansaugrohr-Vorwärmung zu drosseln. Das macht man, wenn es im Schiebebetrieb im Auspuff patscht. Das rechte Endrohr wackelt lose auf seinem Stutzen, da muß ich noch was gegen tun, wenn der Motor drin ist.

Gestern habe ich 6x1mm Kupferrohr bekommen. Damit habe ich jetzt die Benzinleitung endgültig gebogen. Das ging mit dem Rohr völlig einfach und sieht echt toll aus. Nur die Sache mit den Schellen nagt an mir. Ich kann da nicht draufgucken. Ich werde hübschere bestellen. Am Wochenende wird der Kübel höhergelegt und wenn noch Zeit bleibt soll der Motor zur Probe laufen.

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Tag 260 | 19.01.2019

Zuerst sind heute morgen mal sowohl Schellen für die Benzinschläuche als auch neue Wischerarme angekommen. Die Schellen brauchte ich weil alle, die ich hatte, häßlich waren. Die Arme, weil ich auf den teuren Motor lieber neue Arme machen wollte. Die Arme sehen den originalen SWF-Teilen täuschend ähnlich, aber ich hege trotzdem Zweifel Ohh! . Auf dem Bild rechts kann man sehen, warum. Jetzt fehlt mir nur noch eine rechte Welle, dann sind alle Teile der Wischeranlage neu. Das war teuer, wenn es jetzt nicht supertoll funktioniert weiß ich auch nicht weiter. Mehr Geld kann man nicht mehr versenken und es gibt dafür auch kein Neues mehr nach.

Am frühen Nachmittag kam dann Tim, wir wollen den Wagen hinten höherlegen. Beim letzten Mal haben wir ja irgendwie nicht glauben wollen, daß 27° der richtige Wert für die Strebeneinstellung ist und haben den Wert vom 1500er Käfer genommen. War natürlich falsch, der Kübel steht jetzt schon vollkommen in Waage, und der Motor ist nicht mal drin. Mit Motor hängt er dann hinten runter. Also nacheinander die Streben richtig eingestellt, jetzt ist er wenigstens sechs Zentimeter höher. Gemessen haben wir natürlich vorher nicht.

Anschließend kam der erste Lauf des überholten Motors dran. Leider gibt es kein Bild, deshalb nur die Schilderung. Zuerst haben wir den Motor auf eine Palette mit Rädern gelegt, eine Getriebeglocke drangeschraubt und alles mit einem Spanngurt ein wenig festgebimmelt. Selbstverständlich mußten die Räder auch erst noch an die Palette montiert weren, es war nichts vorbereitet. Dann haben wir das Axialspiel eingestellt, den Keilriemen aufgelegt und alle noch losen Schrauben angezogen. Mit den vorhandenen Scheiben konnte das Axialspiel auf 0,09 mm eingestellt werden, beinahe perfekt. Anschließend haben wir eine Startbox angeschlossen. Danke an Julian für die feine Box, komplett mit Zündschalter, Startknopf, Öldruckanzeige und eingebautem Lichtmaschinenregler. Sehr praktisch!

Dann der große Moment. Orgel, orgel, orgel. Öldruck bekommt er schon mal. Dann etwas Benzin direkt in den Vergaser und zweiter Versuch. Orgel, orgel, orgel. Nichts. Kein Zündfunke? Mit einer alten Kerze gucken wir nach, aber da ist alles in Ordnung. Zwischendurch melde ich Bedenken an, ob überhaupt ein Stößel in der Benzinpumpe ist. Aber der müßte drin sein. Also noch einige fruchtlose Versuche, aber er will nicht anspringen. Immer nur so lange, bis das mit der Flasche eingespritzte Benzin verbraucht ist. Hmm. An den Schläuchen, die ich hirnlos falsch herum an die Pumpe geklemmt habe, hat es aber leider nicht alleine gelegen. Nachdem sie richtig angeschlossen sind, springt er trotzdem nicht an. Als auch direktes Befüllen des improvisierten Zuleitungsschlauchs nichts bringt, gucken wir doch mal, ob ein Stößel in der Pumpe ist. Ist er. Bei genauerer Betrachtung stellen wir allerdings fest daß er zu lang für die Pumpe ist. Ahh, da habe ich also auch nicht drauf geachtet!

Also die alte Pumpe rausgekramt und angeschlossen. Nach einigem Versuchen pumpt sie. Der Motor springt auch an, aber hat gar keinen Leerlauf. Sobald man den Gashebel losläßt, stirbt er ab. Mit dem antiken Vergaser kennt nicht mal Tim sich so richtig aus, ich schon gar nicht. Aber bei Tim reicht das Verständnis, um die Leerlaufdüse zu verdächtigen. Der 30PICT-2 hat kein Leerlaufabschaltventil, sondern eine abschaltbare Leerlaufdüse. Habe ich auch noch nicht gesehen, alle meine Käfer hatten schon modernere Vergaser. Und tatsächlich findet sich in der Düse ein kaum zu sehender Span oder so an. Nachdem die Düse gereinigt ist, wird die Funktion geprüft. Leider habe ich das nicht gefilmt. Tim war inzwischen so erzürnt ob des hartnäckig unkooperativen Motors, daß er mangels besserer Möglichkeiten wie Meister Röhrich an der Düse gelutscht hat um die Funktion zu prüfen Lach! . Scheint aber jetzt zu funktionieren.

Und Tatsache: Der Motor springt an und läuft aus eigener Kraft. Ich habe fast eine Stunde Videomaterial von der Aktion, aber irgendwie sieht man uns immer nur vor dem Motor hocken. Nicht sehr aufregend. Hier mal ein kurzes Filmchen, wie er läuft:

Insgeheim war ich erleichtert. Denn obwohl Tim angekündigt hat, daß das jetzt der letzte Versuch sei - wenn es dann nicht klappe wäre Feierabend - wußte ich daß er niemals aufhören würde, solange der Motor nicht wenigstens rumpelnd und spuckend von alleine läuft. Er nimmt sowas immer persönlich und beißt sich dann fest wie ein Terrier. Ich kriegte ehrlich gesagt langsam einen kalten Arsch und habe uns schon bis Mitternacht bei minus 5 Grad im Garagentor hocken sehen KO! . Außerdem setzte der Kübel draußen langsam eine dicke Rauhreifschicht an und ich begann mir Sorgen um die vielen blanken Stellen zu machen. Ich sah mich morgen schon den ganzen Vormittag mit dem Lappen Tauwasser aus dem Auto wischen. Leider war es irgendwie auch ein bissi spät noch eine Abdeckplane über die Karosserie zu werfen. Aber dann wurde der Motor von Meister Berger als ausreichend funktionstüchtig erklärt und wir konnten alles reinräumen und Feierabend machen.

Es muß noch einiges erledigt werden bis der Motor fertig ist, aber das kann man jetzt in Ruhe machen. Auf Zylinder eins oder zwei schlägt ein Ventil lautstark, da muß nochmal das Ventilspiel eingestellt werden. Dann ist es wahrscheinlich besser, den Vergaser doch nochmals zu zerlegen und Ausschau nach weiterem Dreck zu halten. Außerdem ist nicht sicher, ob der Verteiler wirklich zum Vergaser passt. Vielleicht braucht es da noch einen anderen. Oder ich kaufe doch noch eine 123-Ignition.

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Tag 261 | 20.01.2019

Heute habe ich zuerst mal den Inhalt der Werkzeugkiste, den wir gestern gleichmäßig in der gesamten Werkstatt versreut hatten, wieder zusammengesucht. Die restliche Wärme in der Garage hat zum Glück ausgereicht, den Rauhreif vom Auto zu trocknen. Da brauche ich also nicht zu wischen. Dafür begann ich mit dem Sortieren der verschiedenen Plastikkisten. Ich habe etwas den Überblick verloren und habe mal alle Teile die definitiv nicht mehr gebraucht werden aussortiert. Und natürlich auch geguckt, was noch so erledigt sein will. Für den Rückfahrscheinwerfer habe ich mir schon einen Sicherungshalter rausgesucht. Traditionell wird der Rückfahrscheinwerfer bei VW mit einer fliegenden Sicherung abgesichert, genau so wollte ich es haben. Nur so lose wie Original sollte sie nicht im Motorraum rumbimmeln. Deshalb habe ich mir aus einem Streifen Edelstahlblech eine Schelle gebogen, die an der in den Motorraum ragenden Kotflügelschraube festgeschraubt wird.

Dann wurden die Spangen für den Stabi vorn in Benzin abgewaschen. Die sehen immer noch aus wie neu. Als nächstes habe ich mir die Tarnleuchten vorgenommen. Hinten mußte ich aus fünf drei machen. Deckel habe ich genug, ich habe mal zehn auf Vorrat gekauft, aber die Sockel sind immer gefährdet bei diesen Leuchten (Rost). Da ich aber auch früher schon immer überall Wachs reingesprüht habe Streb! , konnte ich drei funktionierende Sockel zusammenbekommen. Nur zwei Masseleitungen anlöten und bei einer mußte der Massepunkt ersetzt werden. Habe ich mit einer Einnnietmutter gemacht. Probemontage war auch erfolgreich, aber ich mußte die Löcher für die Kabel in der Karosse etwas aufbohren, damit es gut sitzt. Gottseidank habe ich das vor dem Lackieren nochmals ausprobiert. Die Scheinwerfer waren noch richtig gut, müssen aber trotzdem lackiert werden. Deshalb habe ich sie zerlegt.

Die Hupe habe ich auprobiert, sie hupt, und anschließend zerlegt. Sie ist Bronzegrün lackiert, weil sie früher mal auf der Stoßstange saß. Fand ich damals chick. Weil sie jetzt aber wieder an die Originalstelle unter der Stoßstange kommt, wird sie auch wieder schwarz lackiert. Und zuletzt habe ich das Unterdruckohr für die Leitung vom Vergaser zum Verteiler wiedergefunden. Das war mir abhanden gekommen, aber es findet sich alles wieder an.

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Tag 262 | 23.01.2019

Gar nichts habe ich nun auch nicht gemacht in der letzten Woche, aber ich fasse das wenige mal unter einem Tag zusammen. Da die Temperaturen dauerhaft bei -5° geblieben sind, habe ich mich nicht in die Garage begeben. Stattdessen habe ich den ganzen Kleinkram der lackiert werden muß abgeschliffen und grundiert. Als da wären: Tarnleuchten, Tarnscheinwerfer, Blinkerkappen, Türgriffe und die Hupe. Die Hupe ist jetzt wieder schwarz, das sie ja nicht wieder auf die Stoßstange kommt, sondern darunter. Die Kappen der Tarnscheinwerfer habe ich versucht mit der Drahtbürste zu entrosten. Aber innen bekam man den Rost einfach nicht weg, deshalb habe ich nach etwa 20 Minuten aufgegeben und mir Sandststrahlzeug organisiert. Dann habe ich die Kappen in der Firma gestrahlt. Hat zwei Minuten gedauert, ich brauche unbedingt einen sandstrahlgeeigneten Kompressor... Das ganze Zeugs ist jetzt grundiert, außer der Hupe, die ist fertig. Wenn es warm genug ist lackiere ich es.

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Tag 263 | 26.01.2019

Der Plan für heute war, den Einfüllstutzen samt Überlauf und Tankentlüftung einzubauen. Aber da muß man natürlich vorher alles unter dem Tank mal richtig zusammenbauen. Also zuerst die Schläuche vom Behälter zum Bremsflüssigkeitsbehälter. Und das Kabel zum Bremslichtschalter. All das bekriegt sich mit dem Kabelbaum um den knappen Platz. Wie ich das unter einen Hut bekomme und zusätzlich noch das Schutzblech vor die Bremsschläuche montieren soll, dafür reicht meine Phantasie leider im Moment nicht. Vielleicht kommt die Erkenntnis, wenn es etwas wärmer wird und der Kabelbaum sich mal wieder bewegen läßt.

Nächster Kandidat ist die Benzinpumpe für die Standheizung. Da kann man sich nun gar nicht vorstellen, wie die angebaut gewesen sein soll. Nirgendwo ein passendes Loch. Des Rätsels Lösung liegt darin begründet, daß die Pumpe natürlich nie eingebaut war Idee! . Die Standheizung ist ja eine Späte, die zum Auto Gehörige hat die Pumpe auf der Heizung sitzen. Und nu? Ich weiß auch beim besten Willen nicht mehr, wie ich das mal gelöst hatte. Wahrscheinlich mit einer Blechschraube und ohne Gummimetallelement... Das kommt aber nicht mehr in Frage. Also gucke ich mal im Internetz, wie die Pumpe bei den späten Autos sitzt und finde natürlich kein einziges brauchbares Bild. Lediglich einen unscharfen Schnappschuß auf dem man gar nicht erkennen kann, wie das original genau gelöst ist. Nur die Stelle (oberhalb links des Hauptbremszylinders) läßt sich ausmachen. Und es ist eine Art Konsole zu erahnen. Kurzerhand baue ich mir eine Konsole aus demselben Edelstahl welches schon zur Schelle für die Rückfahrscheinwerfer-Sicherung geworden ist. Das muß jetzt auch mal so gehen und sieht nicht so schlecht aus.

Anschließend folgt die Bastelei mit den Benzinschläuchen. Das ist auch immer ätzend. 5 Schlauchstückchen, 10 Schellen, daß das überhaupt je dicht wird grenzt an ein Wunder. Eigentlich sogar noch mehr, da die Zuleitung zum Motor eigentlich auch noch einen Benzinfilter bekommt. Aber vorerst verlege ich den Filter nach hinten, da ich fürchte noch Strahlgut aus der Benzinleitung im Tunnel zu fördern. Die habe ich zwar mehrfach durchgespült und ausgeblasen, aber das hat bestimmt nicht gereicht. Den Tank wieder eingebaut und schon kann es mit dem Einfüllstutzen losgehen. Da läßt sich aber nichts interessantes drüber schreiben. Man schließt halt ein Rohr, ein T-Stück und fünf Schläuche an. Dauert ewig, weil alles viel zu knapp konstruiert ist.

Die Tankentlüftung läuft kreuz und quer durch den Kofferraum. Erst oben nach links, dann unten nach rechts und schließlich durch ein willkürlich reinkonstruiertes Loch über der Achse nach draußen und bimmelt einfach so rum . Sieht exakt so aus wie die billige Bastellösung die sie ja auch ist. Gefällt mir auch gar nicht, aber ich warte mal ab. Vieleicht kann ich es mir schöngucken. Vorher endete die Entlüftung ja IM Kofferraum, das war aber auch keine gute Lösung. Und der Tank ist ja sowieso nicht der Richtige (keine Revisionsöffnung und der zusätzliche Stutzen für die Tankentlüftung links fehlt), da muß man schon ein bischen kreativ werden. Da ich das Plastikrohr, welches normalerweise unterhalb des Windlaufs einghängt ist, nicht wieder einbaue, macht der Schlauch der Entlüftung natürlich Hängebrücke. Das geht aber auch nicht, sieht unmöglich aus. Im Keller habe ich noch ein vernickeltes Rohr gefunden. Da habe ich den Schlauch durchgesteckt und das Rohr eingehängt, das geht erstmal.

Als letztes habe ich noch den sündteuren Gummistopfen in die Rückwand des Gebläsekastens eingesetzt. Da, wo das Rohr für den Gaszug den Kasten wieder verläßt. Acht Euro hat der gekostet, das ist stramm .

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Tag 264 | 27.01.2019

Weiter geht es mit den Kleinigkeiten. Als erstes mußte ich jetzt mal ausprobieren, ob man den Deckelgriff für den Motorraum zerlegen kann. Da es abschließbare Griffe nur in Chrom gibt will ich ihn beim Galvaniseur entchromen lassen, damit ich ein abschließbaren, lackierten Griff habe. Ja, ich weiß, könnte man auch anschleifen und überlackieren. Oder Plastidip. Ich sage nur wieder: Die Kobolde... Zum Glück kann man - nachdem man den Schließzylinder rausgenommen hat - auch den Achsbolzen für den Haken relativ leicht austreiben. Scheinbar ist er zwar leicht aufgebördelt, aber nicht mal den mußte ich abbohren. Hat sich beim Austreiben von selbst zurückgebördelt. Dann wollte ich die Schraube der Kurbelwellenriemenscheibe gegen die neue Klauenschraube tauschen. Aber die Klauenschraube hat Schlüsselweite 35... Wer hat denn bitte eine 35er Nuß? Ich jedenfalls nicht. Also entweder leihen oder kaufen. Ich will nicht mit der 36er Nuß rumbasteln, obwohl es wahrscheinlich ginge.

Naja, dann eben die neue Tachowelle einbauen. Die alte scheint einen leichten Knick zu haben. Außerdem fehlt noch die Gummidurchführung im Radkasten. Im Kübel ist diese Aktion echt fummelig (Der Enge hinter den Armaturenklappen wegen), aber nicht unmöglich. Abbauen muß man trotzdem einiges vom Armaturenbrett.

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen bei der Gelegenheit gleich mal die Defrosterdüsen wieder einzubauen. Mein Rat an alle, die ebenfalls einen Kübel wieder herrichten wollen: Die Defrosterdüsen sollten das Letzte sein, was ausgebaut wird und das Erste, das wieder reinkommt. Sie sind der Beweis daß für den Ausbau von Lüftungselementen - und seien sie noch so simpel - immer das komplette Armaturenbrett zerlegt werden muß. Das gilt eigentlich für alle Autos. Ich habe abgeschraubt: Alle drei Instrumentenblenden, den Tacho, das Blinkrelais, das Lenkrad, die Kartenleselampe. Und noch die Lenksäule abgesenkt. Dann gibt es genau eine Position, in der sich der linke Defrosterkasten einbauen läßt. Leider habe ich keine Fotos, nur als Tip: Zuerst rechts hinter dem Mittelsteg einfädeln und dann links reinklappen. Bevor man die Kästen festschraubt den Halter der Kartenleseleuchte anschrauben, es wird sonst eng.

Zuletzt wurde noch der Stabi angebaut. Wenn man sich den auf einer Seite mit einem Kabelbinder oder so hochhängt, geht das auch alleine. Geht auch recht flott. Wenn man nicht aus Versehen auf der einen Seite die Schließbleche für die Großen und auf der Anderen die für die kleinen Schellen anbaut, muß man auch nicht die Hälfte nochmal machen. Gut, daß ich es gemerkt habe, bevor ich die Sicherungslaschen umgeschlagen habe GRINS! .

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Tag 265 | 28.01.2019

Heute nur eine Kleinigkeit. Ich habe ein Rückschlagventil organisiert und in den Schlauch für die Scheibenwaschanlage integriert. Mit den Defrosterdüsen - wie es VW beliebt, diese Pappschachteln zu nennen* - ist es natürlich noch enger hinter den Armaturenbrett, deshalb war es etwas fummelig. Denn jetzt müssen auch Schellen auf den Schlauch, die Pumpe muß etwas Druck aufbauen um das federbelastete Ventil zu öffnen. Und statt des eleganten Spezialwerkzeugs habe ich nur eine riesige Hufbeschlagzange um die Schellen zu schließen. Aber es sieht sehr gewollt aus. An der Pumpe habe ich erst einmal keine Schelle aufgequetscht, da sitzt der Schlauch sehr stramm drauf. Hole ich nach, wenn es sich als nötig erweist.

* Aber sie nennen den Reservekanister** ja auch "Verdoppelung der Kraftstoffbereitstellungsmenge"... freu!

** Edit 08/2019: Stimmt wohl leider nicht ganz. Gemeint ist wohl eher daß man die in der Produktion serienmäßig eingefüllte Pfütze Benzin zum rumfahren auf dem Werksgelände und auf den Eisenbahnwaggon verdoppelt hat. Schade, der Gedanke gefiel mir gut...

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Keder Kotflügel vorne links

Tag 248: Der Keder sitzt schon ganz gut, Feinheiten lassen sich dann korrigieren, wenn es ernst wird.

Schlitz im Obergurt zum Begradigen der Stoßstange

Tag 248: Schlitz im Obergurt zum Begradigen der Stoßstange.

Front zusammengebaut

Tag 248: Alle Anbauteile an der Front montiert.

Kotflügel hinten rechts

Tag 248: Die Kotflügel hinten waren ja quasi schon eingepasst..

Heck zusammengebaut

Tag 248: Und das Heck ist auch fertig angepasst.

Halter Stoßstangenecke außen

Tag 250: Die Halter für die Stoßstangenecken sind jetzt schraubbar, nicht angeschweißt.

Halter Stoßstangenecke innen

Tag 250: Innen mit Verstärkungsblech und Einnietmutter.

Reservekanister

Tag 251: Schade, daß das nicht geht, sieht super aus breitgrins! !

Sitz putzen

Tag 251: Der Sitz war ordentlich verdreckt.

Sitze eingebaut

Tag 252: Der Farb- und Zustandsunterschied ist schon sehr deutlich, aber für's Erste reicht es.

gelbverzinktes

Tag 253: Gelbverzinken, zweite Rutsche.

Türen eingepasst

Tag 253: Die Türen erneut eingepasst. Jetzt kann der Scheibenrahmen fertiggeschweißt werden, dann das Dach eingepasst.

Motor

Tag 254: Der Motor hat auch ein paar Teile mehr. Wenn das funktionstüchtige Ansaugrohr da ist, kann er komplett zusammengebaut werden.

Verriegelung Frontscheibe

Tag 254: Die Riegel für die Frontscheibe sind eingebaut und funktionieren.

Saugrohr

Tag 255: Das am schlechtesten zu bekommende Saugrohr der Welt lag auf dem Wintertreffen in Herford gleich dreimal rum.

Scharnier Windschutzscheibe

Tag 256: Die Bohrungen zum Schutzgasschweißen werden vorbereitet.

Scharnier Windschutzscheibe

Tag 256: Scharnier angeschweißt. Man kann sehen, daß das Zink nur in einem kleinen Bereich um die Punkte weggebrannt ist.

Zündkabel

Tag 257: Neue Zündkabel mit alten Kappen.

Benzinrohr

Tag 258: Das dünnwandige Messingrohr ließ sich einigermaßen biegen. Trotzdem habe ich noch eine Version aus Kupfer gebogen

Motor, teilmontiert

Tag 259: Jetzt muß die Kurbelwelle noch ausdistanziert werden und dann kann der Probelauf beginnen.

Neue Wischerarme

Tag 260: Wenn ich schon sehe wie die Arme der neuen (schwarzen) Teile stehen, wird mir ganz anders. Hoffentlich funktionieren die.

Teilweise höhergelegt

Tag 260: Das Heck kommt ein schönes Stück. Fehlt noch die linke Seite.

Fertig höhergelegt

Tag 260: Und fertig. Wie man an der Flasche sieht, ist die Höhe genau richtig.

Tarnrückleuchten

Tag 261: Aus diesen Teilen müssen drei brauchbare Leuchten werden. Die fünfte ist nicht im Bild...

Tarnrückleuchten repariert

Tag 261: Hat geklappt. Nur die Kappen müssen noch gelboliv lackiert werden.

Tarnscheinwerfer

Tag 261: Die Scheinwerfer kriegen auch frischen Lack.

Hupe

Tag 262: Die Hupe ist wieder schwarz.

Anbauteile

Tag 262: Anbauteile grundiert

Konsole

Tag 263: Konsole für die Pumpe der Standheizung. Der alte Kübel hat die Aufnahme für diese Pumpe noch nicht.

Bremse und Standheizung

Tag 263: Bremse und Standheizung verkabelt bzw. "verschlaucht".

Tankinstallation

Tag 263: Die Teile für den Anschluß des Tanks.

Kofferraumübersicht

Tag 263: Fast ordentlicher als Original verlegt... Okay, ordentlicher.

Motordeckelgriff

Tag 264: Der Bolzen für den Haken ist ohne Schaden rausgegangen. Ohne ausbohren, aber ich kann nicht garantieren daß das immer klappt.

Stabi

Tag 264: Stabi an die Vorderachse angebaut.

Rückschlagventil

Tag 265: Wenn das nicht wie Original aussieht!

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